Probiere den absoluten Klassiker der asiatischen Küche und bereite mein Gyoza Rezept mit Hackfleisch und Kohl zu. Die kleinen, gefüllten Teigtaschen können mit ganz unterschiedlichen Füllungen zubereitet werden und das macht sie besonders vielseitig. Die Gyoza werden traditionell erst in etwas Fett angebraten und dann mit wenig Wasser oder Brühe zugedeckt weitergegart. Diese Zubereitungsart sorgt dafür, dass die Teigtaschen einerseits schön knusprig und andererseits zart gedämpft sind. Die Füllung wird durch die Zugabe von Kohl besonders saftig und zart.
Welche Zutaten werden für Gyoza mit Hackfleisch und Kohl benötigt?
- Dinkelmehl Typ 630: Dieses Mehl sorgt für einen elastischen Teig, der sich gut ausrollen lässt.
- Salz
- Heißes Wasser: Wichtig für die Elastizität des Teiges, da sich das Gluten so besser entwickelt. Achte darauf, kein kochendes Wasser zu verwenden, da es zu heiß wäre.
- Hackfleisch gemischt: Die Mischung aus Rind und Schwein macht die Füllung besonders saftig. Du kannst auch nur Rind wählen.
- Spitzkohl: Er ist zart und mild im Geschmack. Weißkohl funktioniert ebenfalls, sollte dann aber besonders fein geschnitten werden.
- Frühlingszwiebeln: Sie bringen Frische und eine leichte Schärfe in die Füllung. Auch fein gewürfelte Schalotten sind möglich.
- Knoblauchzehe: Sie sorgt für Würze und Tiefe im Aroma. Wenn du es milder magst, nimm etwas weniger oder lasse den Knoblauch ganz weg.
- Ingwer: Frischer Ingwer gibt der Füllung eine angenehme Schärfe und das typisch asiatische Aroma. Fein gerieben verteilt er sich besonders gut.
- Chiliflocken: Ideal für eine leichte Schärfe. Passe die Menge deinem persönlichen Geschmack an.
- Sojasoße: Sie bringt Umami und Salz mit und darf hier nicht fehlen.
- Sesamöl: Ein paar Tropfen reichen aus, um der Füllung ein nussiges Aroma zu verleihen.
- Öl zum Braten: Ein neutrales Öl wie z. B. Rapsöl eignet sich am besten, da es den Geschmack nicht überdeckt.
- Wasser oder Gemüsebrühe: Zum Garen in der Pfanne, wobei Gemüsebrühe noch etwas mehr Geschmack liefert.

So bereitet man Gyoza mit Hackfleisch und Kohl zu!
- Starte mit dem Teig, indem du das Mehl mit dem Salz vermischst und anschließend das heiße Wasser zugibst. Knete alles so lange, bis ein glatter und geschmeidiger Teig entsteht, der nicht mehr an den Fingern klebt. Sollte er zu trocken oder zu weich sein, kannst du vorsichtig Wasser oder Mehl ergänzen, denn jedes Mehl verhält sich etwas anders.
- Decke den Teig ab und lasse ihn etwa 30 Minuten ruhen. In dieser Zeit entspannt sich das Gluten und der Teig lässt sich später besser ausrollen.
- Während der Teig ruht, kümmerst du dich um die Füllung. Schneide den Spitzkohl in feine Streifen und die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe. Brate den Kohl in etwas Öl bei mittlerer Hitze an, bis er leicht zusammenfällt.
- Würze den Kohl mit Salz und Chiliflocken und presse den Knoblauch direkt in die Pfanne. Gib kurz darauf die Frühlingszwiebeln hinzu und rühre alles gut durch.
- Schäle den Ingwer und reibe ihn fein oder schneide ihn in sehr kleine Würfel. Gib ihn zum Gemüse und lasse alles noch kurz weiterbraten, bis es weich ist.
- Fülle das Gemüse in eine Schüssel um und lasse es abkühlen, denn zu heiße Zutaten würden das Hackfleisch ungewollt garen.
- Vermische das abgekühlte Gemüse mit dem rohen Hackfleisch, der Sojasoße und dem Sesamöl. Rühre alles gründlich um, damit sich die Aromen gleichmäßig verteilen.
- Rolle den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche dünn aus, ideal sind etwa ein bis eineinhalb Millimeter. Stich anschließend runde Teiglinge aus und halte sie immer gut abgedeckt, damit sie nicht austrocknen.
- Gib jeweils einen Teelöffel Füllung in die Mitte eines Teiglings, klappe ihn zusammen und drücke die Ränder fest. Falte den Rand leicht ein, damit die typische Gyoza Form entsteht.
- Erhitze etwas Öl in einer Pfanne und setze die Gyoza hinein. Brate sie bei mittlerer Hitze an, bis die Unterseite goldbraun ist.
- Gieße nun vorsichtig Wasser oder Gemüsebrühe in die Pfanne, sodass der Boden leicht bedeckt ist. Decke die Pfanne ab und lasse die Gyoza einige Minuten sanft garen, bis die Flüssigkeit verdampft ist.
- Serviere die fertigen Teigtaschen am besten sofort, zum Beispiel mit zusätzlicher Sojasoße oder einer süß scharfen Chilisauce.
Wie brate ich Gyoza richtig an?
Setze die Gyoza in eine mit etwas Öl erhitzte Pfanne und brate sie bei mittlerer Hitze so lange an, bis die Unterseite goldbraun ist. Reduziere anschließend die Hitze und gieße etwas Wasser oder Brühe dazu. Dabei sollte der Boden der Pfanne nur leicht mit dem Wasser bedeckt sein. Lasse die Gyoza bei geschlossenem Deckel etwa weitere 5 Minuten ziehen bzw. bis das ganze Wasser verkocht ist. Wenn du eine große Portion zubereitet hast und alle Teigtaschen gleichzeitig garen möchtest, so verwende am besten gleich zwei Pfannen.

Welche Soße isst man zu Gyoza?
- Sojasoße Klassik: Eine Mischung aus Sojasoße, etwas Reisessig und einem Spritzer Sesamöl ist ein Klassiker.
- Teriyaki: Nutze Teriyakisoße pur oder mische sie mit etwas Zitronensaft.
- Erdnusssoße: Stelle aus Erdnussbutter, etwas Sojasoße, Limette und Wasser einen cremigen Dip her.
- Sesam Dip: Tahini, etwas Sojasoße und warmes Wasser ergeben eine nussige Soße.
Tipps für die Zubereitung
- Teigkonsistenz: Achte beim Kneten darauf, dass der Teig weich und elastisch wird. So rollst du ihn später ohne Mühe aus.
- Heißes Wasser: Verwende heißes, aber nicht mehr kochendes Wasser für den Teig, damit dieser die nötige Elastizität erhält. Evtl. wirst du etwas mehr oder etwas weniger Wasser benötigen, je nach Mehlsorte.
- Gemüse vorbereiten: Schneide das Gemüse möglichst fein. Dadurch verteilt es sich besser in der Füllung und gart gleichmäßig.
Variationen
- Ersatz für Spitzkohl: Anstelle von Spitzkohl, kannst du Weißkohl oder auch Chinakohl verwenden.
- Hackfleischsorten: Gerne kannst du die Hackfleischsorte an deine Vorlieben anpassen. Ob Schwein, Hähnchen oder Rind, hier passt alles.
- Mit Koriander: Wenn du zu den glücklichen Menschen gehörst, für die frischer Koriander nicht nach Seife schmeckt, kannst du diesen gerne zur Füllung geben.
Wenn du ein Teigtaschen-Fan bist, dann probiere unbedingt auch mein Rezept für Russische Pelmeni!
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Gyoza Rezept mit Hackfleisch und Kohl
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Kochutensilien
- 1 Bratpfanne 28 cm (Verlinktes Produkt ist ein Affiliate-Link. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen, der Preis erhöht sich für dich dadurch nicht!)
Zutaten
Für den Teig
- 300 g Dinkelmehl Typ 630
- 5 g Salz
- 170 ml heißes Wasser evtl. etwas mehr
Für die Füllung
- 250 g Hackfleisch gemischt
- 150 g Spitzkohl alternativ Weißkohl
- 3 Stück Frühlingszwiebel
- 1 Stück Knoblauchzehe
- 1 Stück Ingwer fingerdick, ca. 4 cm lang
- 1 TL Chiliflocken oder nach Geschmack
- Salz nach Geschmack
- 2 EL Sojasoße
- 1 EL Sesamöl
- Öl zum Braten
- Wasser oder Gemüsebrühe zum Aufgießen
Video
Anleitungen
Herstellung des Teiges
- Vermische das Mehl mit dem Salz und gebe das heiße Wasser (kein kochendes Wasser) dazu. Knete den Teig so lange mit der Küchenmaschine oder den Händen, bis eine glatte, nicht mehr klebrige Teigkugel entstanden ist. Sollte die Konsistenz des Teiges nicht passen, weil er zu fest, zu bröselig oder zu klebrig ist, so kannst du immer entweder etwas Wasser bzw. Mehl nachgeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Es kommt auch immer auf das Mehl an, welches du benutzt, sodass man die richtige Wassermenge nie 100 % genau angeben kann. Wichtig bei der Herstellung des Teiges ist, dass das Wasser unbedingt heiß sein muss. So wird der Teig elastischer!
- Lasse den Teig abgedeckt nun für ca. 30 Minuten ruhen.
Herstellung der Füllung
- Schneide den Spitzkohl in feine Streifen sowie die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe. Brate den Kohl auf mittlerer Hitze in etwas Speiseöl an.
- Gebe Salz und die Chiliflocken dazu und presse die Knoblauchzehe hinein.
- Wenn der Kohl schon etwas weicher ist, kannst du die Frühlingszwiebeln dazu geben.
- Schäle nun den Ingwer und reibe ihn hinein. Du kannst den Ingwer aber auch in ganz kleine Würfel schneiden und hinzugeben.
- Wenn das Gemüse nun weich ist, fülle es in eine Schüssel um und lasse es abkühlen, bis es höchstens nur noch lauwarm ist.
- Gebe das abgekühlte Gemüse anschließend zum rohen Hackfleisch, würze alles noch mit Sojasoße und gebe das Sesamöl dazu. Vermische nun alles gut miteinander und die Füllung ist fertig.
Formen der Gyoza
- Rolle den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Kreis aus. Der Teig sollte dabei ungefähr 1 bis 1,5 mm dick werden.
- Zum Ausstechen der Teiglinge kannst du eine runde Ausstechform benutzen, alternativ dazu kannst du auch ein Trinkglas mit der passenden Größe aussuchen. Meine Ausstechform hat den Durchmesser von 8 cm.
- Bevor du die Teiglinge ausstichst, empfehle ich dir, den Teig von beiden Seiten gut zu bemehlen. Du kannst dann immer 5 Teiglinge auf ein bemehltes Brettchen versetzt aufeinander legen. Decke die fertigen Teiglinge immer mit einer Folie oder einem sauberen Küchentuch ab, damit sie nicht austrocknen.
- Wenn alle Teiglinge ausgestochen sind, kannst du mit dem Füllen beginnen. Gebe jeweils ca. 1 TL der Füllung auf den Teigling, schlage die Kanten übereinander und drücke sie fest. Falte nun den Rand noch fächerartig ein. Wie das genau gemacht wird, zeige ich dir in meinem hier unten verlinkten Video auf YouTube. Lege die bereits fertig geformten Gyoza ebenfalls auf ein mit Mehl bestäubtes Brett und decke sie zu.

Garen der Gyoza
- Wenn alle Gyoza nun geformt sind, gebe etwas Speiseöl in eine erhitzte Pfanne und setze die Teigtaschen in die Pfanne. Lasse sie nun bei mittlerer Hitze an der Unterseite etwas anbräunen. (Tipp: Damit alle geformten Gyoza zum gleichen Zeitpunkt gar werden, kannst du sie in zwei Pfannen gleichzeitig zubereiten.)Erst dann kannst du sie mit Gemüsebrühe aufgießen. Die Flüssigkeit sollte nur den Boden bedecken (ca. 1 cm hoch). Gebe nun einen Deckel auf die Pfanne und lasse die Teigtaschen ca. 5 Min. bei geringer Hitze ziehen. Das Wasser sollte danach verkocht sein.
- Nun sind die leckeren Teigtaschen fertig und können serviert werden. Du kannst sie mit zusätzlicher Sojasoße servieren oder auch einer süß-scharfen Chili-Soße aus dem asiatischen Supermarkt. Guten Appetit!








