Hast du schon einmal Wareniki mit Kartoffeln und Pilzen selbst gemacht? Diese köstlichen Teigtaschen aus der ukrainischen Küche überzeugen mit ihrer herzhaften Füllung und ihrem wunderbar weichen Teig – ganz ohne Ei! In dieser Variante zeige ich dir, wie du Wareniki mit Kartoffelfüllung einfach und gelingsicher zubereitest. Ob zum gemütlichen Abendessen oder als besonderer Genuss fürs Wochenende: Dieses Rezept bringt neuen Schwung in ein beliebtes Klassikergericht – lecker, unkompliziert und vielseitig.
Welche Zutaten werden für Wareniki mit Kartoffeln und Pilzen benötigt?
- Dinkelmehl Typ 630: Dieses Mehl sorgt für einen feinporigen, aber dennoch stabilen Teig. Du kannst alternativ auch Weizenmehl verwenden, musst dann jedoch die Wassermenge leicht anpassen.
- Salz: Salz gibt dem Teig und der Füllung Geschmack. Würze lieber moderat und schmecke später nach.
- Heißes Wasser: Das Wasser darf nicht kochen, muss aber richtig heiß sein, da der Teig dadurch elastischer wird und sich besser ausrollen lässt.
- Gekochte Kartoffeln: Verwende am besten eine mehlige Sorte, da sie sich leicht zerdrücken lässt und eine cremige Füllung ergibt. Reste vom Vortag eignen sich perfekt.
- Braune Champignons: Sie bringen ein kräftiges Aroma mit. Du kannst sie auch durch Kräuterseitlinge oder gemischte Pilze ersetzen.
- Zwiebeln: Zwiebeln sorgen für Süße und Tiefe im Geschmack. Schneide sie fein, damit sie sich gut mit der Füllung verbinden.
- Butter: Butter rundet die Füllung ab und macht sie besonders aromatisch. Pflanzliche Alternativen funktionieren ebenfalls.
- Pfeffer: Frisch gemahlener Pfeffer gibt der Füllung eine angenehme Schärfe.
- Schmand: Schmand sorgt beim Servieren für Frische und eine leichte Säure. Sauerrahm passt ebenso gut.
- Petersilie: Frische Petersilie bringt Farbe und einen frischen Kräuterton auf den Teller.
So bereitet man Wareniki mit Kartoffeln und Pilzen zu!
- Starte mit der Füllung, denn sie sollte vor dem Formen gut abkühlen. Koche dafür die Kartoffeln mit Schale weich, lasse sie anschließend vollständig ausdampfen und schäle sie danach. Übrig gebliebene Kartoffeln vom Vortag eignen sich dafür ebenfalls hervorragend.
- Schäle eine Zwiebel und würfle sie fein. Putze die Champignons und schneide sie ebenfalls in kleine Stücke, damit sich später alles gut verbindet.
- Erhitze die Butter in einer Pfanne und brate die Zwiebelwürfel glasig an. Gib dann die Champignons dazu und lasse sie so lange braten, bis sie ihre Flüssigkeit vollständig abgegeben haben und diese verkocht ist. Würze die Mischung mit Salz und Pfeffer.
- Zerdrücke die Kartoffeln grob mit einer Gabel und rühre die Pilz Zwiebel Mischung unter. Schmecke die Füllung nochmals ab und stelle sie beiseite, damit sie komplett abkühlen kann. Das ist wichtig, damit der Teig später nicht aufweicht.
- Während die Füllung abkühlt, kümmerst du dich um den Teig. Vermische das Mehl mit dem Salz und gieße das heiße Wasser nach und nach dazu. Knete alles so lange, bis ein glatter und elastischer Teig entsteht, der nicht mehr klebt. Falls nötig, gib noch etwas Wasser oder Mehl dazu, denn jedes Mehl verhält sich etwas anders.
- Decke den Teig ab und lasse ihn etwa 30 Minuten ruhen. Dadurch lässt er sich später leichter ausrollen und reißt nicht.
- Rolle den Teig auf einer gut bemehlten Arbeitsfläche etwa drei Millimeter dünn aus. Bemehle ihn von beiden Seiten und steche runde Teiglinge aus. Lege sie versetzt auf ein bemehltes Brett und decke sie immer ab, damit sie nicht austrocknen.
- Verteile jeweils etwa einen Teelöffel der abgekühlten Füllung auf einem Teigling, klappe ihn zusammen und drücke die Ränder sorgfältig fest. Lege die fertigen Wareniki erneut abgedeckt bereit.
- Bringe reichlich Wasser in einem großen Topf zum Kochen, salze es und gib die Wareniki portionsweise hinein. Rühre zwischendurch vorsichtig um, damit sie nicht am Topfboden haften bleiben. Die Garzeit beträgt etwa drei bis vier Minuten.
- Schneide die zweite Zwiebel in Halbringe und brate sie in Butter goldbraun an. Gib die gegarten und gut abgetropften Wareniki dazu und schwenke alles kurz in der Pfanne.
- Serviere die Wareniki mit den gebratenen Zwiebeln, einem Klecks Schmand und etwas frischer Petersilie.

Tipps für die Zubereitung
- Verwende heißes Wasser für den Wareniki Teig ohne Ei, um eine elastische, gut formbare Konsistenz zu erreichen.
- Achte darauf, mehlig kochende Kartoffeln zu wählen – sie sorgen für eine angenehm cremige Füllung.
- Brate die Pilze und Zwiebeln separat scharf an, damit sie ein intensives Aroma entwickeln.
- Der Teig lässt sich am besten verarbeiten, wenn du ihn nach dem Kneten 30 Minuten zugedeckt ruhen lässt.
- Wenn du Zeit sparen möchtest, kannst du einen Teigtaschenformer verwenden – so gelingen Form und Verschluss im Handumdrehen. Hier findest du einen praktischen Teigtaschenformer bei Amazon. (Amazon Affiliate-Link)
Variationen
- Du kannst die Füllung auch ganz klassisch nur mit Kartoffeln und Zwiebeln zubereiten. Lasse hierfür die Pilze weg und erhöhe einfach die Kartoffelmenge entsprechend.
- Ersetze die Champignons durch Waldpilze oder Pfifferlinge für ein intensiveres Aroma.
- Mit etwas Muskatnuss in der Kartoffelfüllung erhält das Gericht eine warme, leicht nussige Tiefe, die hervorragend mit den Pilzen harmoniert.
- Für eine zusätzliche Würze kannst du einen Esslöffel Sojasoße zur Füllung geben – das rundet das Aroma angenehm ab.
- Anstelle von gebratenen Zwiebelringen kannst du auch knusprig gebratene Speckwürfel als Topping verwenden – für eine herzhafte Note.
- Du kannst statt Butter auch Öl und statt Schmand eine pflanzliche Alternative wie Cremé Vega verwenden – so wird das Rezept rein pflanzlich, ohne dass du auf Geschmack verzichten musst.
Probiere auch mein Rezept für Pelmeni – Russische Teigtaschen mit Hackfleischfüllung!
Jetzt bist du dran!
Hast du die Wareniki mit Kartoffeln und Pilzen ausprobiert? Dann hinterlasse gerne eine Bewertung und erzähle in den Kommentaren, wie dir meine Version des Klassikers geschmeckt hat. Vielen Dank für dein Feedback!

Wareniki mit Kartoffeln und Pilzen
Klicke auf die Sterne, um das Rezept zu bewerten. Lieben Dank!
Kochutensilien
- Ausstechform ca. 6 cm im Durchmesser alternativ ein Trinkglas
Zutaten
Zutaten für den Teig
- 300 g Dinkelmehl Typ 630
- 5 g Salz
- 160-170 ml heißes Wasser evtl. etwas mehr
Zutaten für die Füllung
- 300 g gekochte Kartoffeln mehlige Sorte
- 250 g braune Champignons
- 1 Zwiebel
- Salz, Pfeffer
- 30 g Butter
Zum Anrichten
- 1 Zwiebel
- 20 g Butter
- 100 g Schmand
- etwas Petersilie zum Bestreuen
Video
Anleitungen
Herstellung des Teiges
- Vermische das Mehl mit dem Salz und gebe das heiße Wasser (kein kochendes Wasser) dazu. Knete den Teig so lange mit der Küchenmaschine oder den Händen, bis eine glatte, nicht mehr klebrige Teigkugel entstanden ist. Sollte die Konsistenz des Teiges nicht passen, weil er zu fest, zu bröselig oder zu klebrig ist, so kannst du immer entweder etwas Wasser bzw. Mehl nachgeben, bis die richtige Konsistenz erreicht ist. Es kommt auch immer auf das Mehl an, welches du benutzt, sodass man die richtige Wassermenge nie 100 % genau angeben kann. Wichtig bei der Herstellung des Teiges ist, dass das Wasser unbedingt heiß sein muss. So wird der Teig elastischer!
- Lasse den Teig dann ca. 30 Minuten zugedeckt ruhen.
Herstellung der Füllung
- Koche die Kartoffeln mit Schale. Lasse sie danach abkühlen und schäle sie. Du kannst auch gut übrig gebliebene Kartoffeln vom Vortag verwenden.
- Schäle die Zwiebel und würfle sie. Putze die Champignons und schneide sie ebenfalls in kleine Würfel.
- Brate zunächst die Zwiebelwürfel in der Butter glasig an und gebe dann die Champignonwürfel dazu. Warte bis die Pilze ihre Flüssigkeit abgegeben haben und diese dann komplett verkocht ist. Würze alles nun mit Pfeffer und Salz.
- Zerdrücke nun die gekochten und geschälten Kartoffeln etwas mit einer Gabel und rühre die Zwiebel-Pilz-Mischung hinein. Schmecke die Füllung evtl. noch mit etwas Salz ab.
Formen der Wareniki
- Rolle den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Kreis aus. Der Teig sollte dabei ungefähr 3 mm dick werden.
- Zum Ausstechen der Teiglinge kannst du eine runde Ausstechform benutzen, alternativ dazu kannst du auch ein Trinkglas mit der passenden Größe aussuchen. Meine Ausstechform hat den Durchmesser von 6 cm.
- Bevor du die Teiglinge ausstichst, empfehle ich dir, den Teig von beiden Seiten gut zu bemehlen. Du kannst dann immer 5 Teiglinge auf ein bemehltes Brettchen versetzt aufeinander legen. Decke die fertigen Teiglinge immer mit einer Folie oder einem sauberen Küchentuch ab, damit sie nicht austrocknen.
- Wenn alle Teiglinge ausgestochen sind, kannst du mit dem Füllen beginnen. Gebe jeweils ca. 1 TL der Füllung auf den Teigling, schlage die Kanten übereinander und drücke sie fest. Wie das genau gemacht wird, zeige ich dir in meinem hier verlinkten Video.Lege die bereits fertig geformten Wareniki ebenfalls auf ein mit Mehl bestäubtes Brett und decke sie zu.
Garen der Wareniki
- Koche reichlich Wasser in einem großen Topf. Salze das Wasser, sobald es kocht und gebe nun die Wareniki einzeln ins Wasser. Rühre immer wieder vorsichtig um, damit sie nicht am Boden des Topfes kleben bleiben. Wenn dein Topf nicht groß genug ist, solltest du die Wareniki evtl. auf zwei Mal kochen. Alternativ kannst du sie gleich in zwei Töpfen gleichzeitig garen.
- Die Kochzeit beträgt ca. 3-4 Minuten.
- Gieße die Wareniki ab oder fische sie mit einem Schaumlöffel heraus.
Das Anrichten
- Die zweite Zwiebel wird in Halbringe geschnitten und in einer Pfanne in Butter gold-braun gebraten.
- Wenn die Wareniki fertig und abgetropft sind, gibst du sie zu den Zwiebeln dazu und schwenkst sie kurz mit.
- Serviere die fertigen Wareniki mit den Zwiebeln und etwas Schmand.










Ein tolles Rezept, das auch gelingt. Schmeckt super!